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Deutsch
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SprechakteSprechakte
1. Sprache und Handeln
Wir können mit Sprache handeln. Stell Dir mal vor, Du sagst zu jemandem, mit dem Du in einem Raum stehst, „Es zieht.“ und derjenige schließt auf Grund dieser Äußerung das Fenster. Dann hast Du allein durch die Äußerung eines Aussagesatzes jemanden zu einer Handlung bewegt.
Wir können also mit Sprache nicht nur Feststellungen treffen, sondern Handlungen vollziehen und somit direkten Einfluss auf unsere unmittelbare Umgebung ausüben.
So können wir
fragen, antworten, drohen, befehlen, auffordern, bitten, taufen, ....
2. Sprechhandlungen
Wir können die Handlung, die wir mit einer Äußerung vollziehen wollen, mit dem finiten Verb repräsentieren.
Beispiel:
Ich fordere dich auf, das Haus zu verlassen.
Ich bitte dich, aufzuräumen.
In Aufforderungssätzen können wir das handlungsanzeigende Verb auch weglassen.
Verlasse das Haus!
3. Sprechakte
Äußerungen, die wir vollziehen und mit denen wir handeln (jemanden zum Handeln bringen oder selbst handeln), nennen wir Sprechakte.
Mit welchen Sprechakten bringen wir jemanden zum Handeln und mit welchen Sprachakten handeln wir selbst?
Ich fordere Dich auf, gib mir die Tomate! – Hier will der Sprecher den Hörer zu einer Handlung bringen.
Ich verspreche dir, pünktlich zu sein! – Hier vollzieht der Sprecher selbst eine Handlung und geht eine Verpflichtung ein.
Entscheide, ob hier der Hörer oder der Sprecher handelt!
Willst du mit ins Schwimmbad? _______________________________________________________
Ich bewillige diesen Antrag. __________________________________________________________
Ich fordere Sie auf, das zu unterlassen _________________________________________________
In welchen Sätzen kann das handlungsanzeigende Verb weggelassen werden, ohne dass sich die Wirkung der Äußerung verändert? Forme die Sätze um!
Ich bitte dich, zu verschwinden. – Verschwinde bitte!
Ich bitte dich, mir die Butter zu reichen. _________________________________________________
Ich antworte, es ist halb zehn. ________________________________________________________
Ich frage dich, ob du nachher mitkommst. _______________________________________________
Ich drohe dir, du kommst ins Gefängnis. ________________________________________________
Ich taufe dich auf den Namen „Stinkender Fisch“. _________________________________________
Lösungen zu den Übungen
Zu 3
Ich beantrage eine Kur. Hier soll der Hörer dazu bewegt werden mitzukommen.
Ich bewillige diesen Antrag. Sprecher vollzieht Handlung
Ich fordere Sie auf, das zu unterlassen. Hier soll der Hörer handeln.
Reich mir die Butter bitte!
Es ist halb zehn. (Diese Aussage ist nicht eindeutig als Antwort zu erkennen.)
Kommst du nachher mit?
Du kommst ins Gefängnis. (Diese Aussage klingt wie eine Tatsache, keine Drohung.)
Das Verb taufen kann man nicht weglassen, ohne den Sinn des Satzes zu ändern.




