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  Deutsch  
Nebensätze

Nebensätze

1. Definition

Nebensätze sind Hauptsätzen untergeordnet, das heißt, sie sind in einem Hauptsatz ein Satzglied oder ein Satzgliedteil.

  • In Nebensätzen steht das finite Verb immer an letzter Position im Satz.
  • Nebensätze werden in der Regel durch eine Konjunktion bzw. durch ein Relativpronomen eingeleitet.

Beispiel:


Peter freut sich, weil er ein Fahrrad bekommen hat.


„Warum freut sich Peter?“ – „Weil er ein Fahrrad bekommen hat.“ (adverbiale Bestimmung des Grundes)


Beachte:

  • Satzgliedteile sind Attribute. Durch die Umstellprobe verändert sich nicht ihre Stellung im Satz.
  • Attribute können mit Adjektiven, Adverbien, Nomen, Pronomen und Partizipien in Bezug stehen.

Beispiel:


Peter hat ein grünes Fahrrad.
Ein grünes Fahrrad hat Peter.

  • Wird ein Nebensatz durch ein Relativpronomen eingeleitet, sprechen wir von einem Relativsatz.

Beachte:


Die Frau, die immer so laut lacht, steht neben mir.


„Wer steht neben mir?“ – Die Frau, die immer so laut lacht.


Der Relativsatz ist Teil des Subjekts. Er hat die Funktion des Attributes, da er die „Frau“ näher bestimmt.


2. Nebensätze mit Konjunktionen

Werden Nebensätze durch eine Konjunktion eingeleitet, so sind sie in der Regel adverbiale Bestimmungen.


Beispiel:


Wenn er hungrig ist, knurrt ihm der Magen.


Wann knurrt ihm der Magen? – „Wenn er hungrig ist.“ (adverbiale Bestimmung der Zeit)


Ordne die Adverbialbestimmung zu!


Unser Vater arbeitet in der Küche.   Temporale Bestimmung/Zeitergänzung
Unsere Mutter arbeitet immer nachmittags. Modale Bestimmung/Artergänzung
Unser Opa arbeitet bedächtig. Lokale Bestimmung/Ortsergänzung
Unsere Oma arbeitet aus Gewohnheit. Kausale Bestimmung/ Begründungsergänzung

Lokale Bestimmung: Wo? Woher? Wohin? Wie weit?
Temporale Bestimmung: (Seit/Bis) wann? Wie lange?
Modale Bestimmung: Wie (sehr)?
Kausale Bestimmung: Warum? Wieso? Unter welcher Bedingung?


Beachte:


Wenn Nebensätze durch die Konjunktion „dass“ oder „ob“ eingeleitet werden, sind sie häufig Objekt des Satzes. Wir sprechen auch von Ergänzungssätzen.

  • dass- Sätze als Subjekt:

Dass sie zu spät kommt, wundert niemanden.


Was wundert niemanden? – „Dass sie zu spät kommt“ ist hier das Subjekt.

  • dass- Sätze als Objekt:

Sie hofft, dass sie pünktlich sein wird


Wen/ was hofft sie? – „dass sie pünktlich sein wird“ ist hier das Akkusativ- Objekt.

  • ob-Sätze als Subjekt

Ob sie wieder zu spät kommt, weiß niemand.


Was weiß niemand? – „Ob sie wieder zu spät kommt“ ist hier das Subjekt.

  • ob-Sätze als Objekt

Niemand weiß, ob sie wieder zu spät kommt.


Wen / was weiß niemand? – „ob sie wieder zu spät kommt“ ist hier das Akkusativ-Objekt.



Subjekt oder Objekt? Unterstreiche die Nebensätze!


Er ist gut gelaunt, wenn das Wetter schön ist.


Wir hoffen, dass alles schnell vorbei ist.


Dass die Party ausfällt, ist schade.


Nachdem er nach Hause gekommen war, schaltete er den Computer an.


3. Relativsätze

Relativsätze geben zusätzliche Erklärungen zu einem Nomen, das im Hauptsatz steht. Sie sind als Satzgliedteile immer Attribute.


Beispiele:


Am Ufer stand ein Hund, der laut bellte.

  • Wer stand am Ufer? – „Ein Hund, der laut bellte“ Hier gehört der Relativsatz also zum Subjekt.

Martin begrüßte den Mann, der einen Blumenstrauß in der Hand hielt.

  • Wen/ was begrüße Martin? – „Den Mann, der einen Blumenstrauß in der Hand hielt“ Hier gehört der Relativsatz zum Akkusativ- Objekt.

Peter schenkt dem Hund, der laut bellt, einen Knochen.

  • Wem schenkt Peter einen Knochen? – „Dem Hund, der laut bellt“ Der Relativsatz ist Teil des Dativ- Objekts.

Beachte:


Das Relativpronomen richtet sich im Geschlecht und im Numerus nach seinem Bezugsnomen.


Der Weg, der mit Kies bestreut war, knirschte.
Sie pflückt die Blume, die am Wiesenrand steht.
Das Kind, das sich verletzt hatte, weinte.
Die Wege, die mit Kies betreut waren, knirschten.


4. Teste dein Wissen

Forme die in Klammern stehenden Sätze zu Relativsätzen um und beziehe sie auf das passende Nomen im Hauptsatz! Unterstreiche das Bezugsnomen und das Relativpronomen.


Hannah lief auf das Haus zu. (Es hatte ein rotes Dach)


Hannah lief auf das Haus zu, das ein rotes Dach hatte.


Er starrte auf den Boden (Er war mit Sägespänen bedeckt)

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Sie warf die Kugel (Sie hatte sie vorher poliert)

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Der Schulleiter hatte von dem Vorfall durch Frau Meyer erfahren (Sie unterrichtet Mathematik in der 10 b)

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Die Schiffe liefen aus dem Hafen (Sie hatten lange auf das Signal gewartet)

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Bilde sinnvolle Sätze!


Peter – grünes Fahrrad – vor der Schule vergessen

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die Blumen – so gut riechen – sie bekommt – Kopfschmerzen

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er hat vergessen – er soll – Brot kaufen

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unser Vater arbeitet – in der Garage – er lieber – lesen würde

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Lisa geht – in die Schule – sie muss

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5. Lösungen zu den Übungen

Zu 2

Unser Vater arbeitet in der Küche. (Lokale Bestimmung/Ortsergänzung)
Unsere Mutter arbeitet immer nachmittags. (Temporale Bestimmung/Zeitergänzung)
Unser Opa arbeitet bedächtig. (Modale Bestimmung/Artergänzung)
Unsere Oma arbeitet aus Gewohnheit. (Kausale Bestimmung/Begründungsergänzung)


Er ist gut gelaunt, wenn das Wetter schön ist. (Adverbiale Bestimmung, Objekt)
Wir hoffen, dass alles schnell vorbei ist. (Objekt)
Dass die Party ausfällt, ist schade. (Subjekt)
Nachdem er nach Hause gekommen war, schaltete er den Computer an. (Adverbiale Bestimmung, Objekt)


Zu 4

Er starrte auf den Boden, der mit Sägespänen bestreut war.
Sie warf die Kugel, die sie vorher poliert hatte.
Der Schulleiter hatte von dem Vorfall durch Frau Meyer, die Mathematik in der 10 b unterrichtet, erfahren.
Die Schiffe, die lange auf das Signal gewartet haben, liefen aus dem Hafen.



Peter hat sein grünes Fahrrad vor der Schule vergessen.


Sie bekommt Kopfschmerzen von den Blumen, die so gut riechen.
Von den Blumen, die so gut riechen, bekommt sie Kopfschmerzen.


Er hat vergessen, dass er Brot kaufen soll.
Dass er Brot kaufen soll, hat er vergessen.


Unser Vater arbeitet in der Garage, obwohl er lieber lesen würde.
Obwohl er lieber lesen würde, arbeitet unser Vater in der Garage.


Lisa geht in die Schule, weil sie muss.
Weil sie muss, geht Lisa in die Schule.


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