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  Deutsch  
Literatur der Renaissance

Literatur der Renaissance

1. Definition und Grundgedanke

Wenn wir von „Renaissance“ sprechen, dann meinen wir ungefähr den Zeitraum von 1450 bis 1600.
Die Renaissance unterteilen wir in drei Zeitabschnitte.


Italien deutschsprachiger Raum  
1420- 1500 1520 bis 1555 Frührenaissance
1500- 1533 1555 bis 1590 Hochrenaissance
1533- 1600 1560 bis 1610 Spätrenaissance (Manierismus)

  • Was war  der Grundgedanke der Renaissance?

    Renaissance ist ein Wort aus dem Französischen und bedeutet Wiedergeburt. Im 15. und 16. Jahrhundert verbreitete sich in Europa der Humanismus. Humanitas bedeutet Menschlichkeit. Der Humanismus war eine Bildungsbewegung, die Wissen und Tugend verbinden wollte. Die Wiege der Renaissance war Italien. Bildende Kunst, Literatur und Musik erlebten eine Blütezeit in der Renaissance, so wurde beispielsweise die Zentralperspektive entwickelt.


    Das Wort „Wiedergeburt“ oder „Renaissance“ bezieht sich auf die Wiederentdeckung römischer und griechischer Schriftsteller der Antike, die im Mittelalter kaum eine Rolle gespielt hatten. Nach der so genannten „dunklen Zeit“ des Mittelalters strebten die Menschen nach geistiger und religiöser Erneuerung. Sie griffen deshalb auf die antiken Quellen zurück, wie beispielsweise die Schriften von Platon. In der Renaissance kam man von dem gottzentrierten Weltbild des Mittelalters ab und wandte sich mehr dem Menschen zu. Im Gegensatz zum Mittelalter galt der Mensch als Individuum.


  • Der Leitspruch der Renaissance lautete deshalb auch:

    „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“


    Die Abkehr von kirchlichen Autoritäten bewirkte die zunehmende Emanzipation des Bürgertums, die bereits im späten Mittelalter begann und sich in der Renaissance weiter etablierte. Klerus und Adel beschäftigten sich mit der Erhaltung antiker Literatur. Die Erfindung des Buchdrucks ermöglichte die massenhafte Verbreitung der Literatur.


  • Gibt es noch andere Begriffe für die Epoche der Renaissance?

    Der Begriff „Renaissance“ wird erst seit dem 19. Jahrhundert verwendet. Zeitgenossen nannten diese Epoche „Reformation“, die eng mit dem Humanismus verbunden war. Der Mensch befreite sich von alten (kirchlichen) Autoritäten. Als Urheber der Reformation gilt der Theologieprofessor und Augustinermönch Martin Luther.


2. Textformen und Gattungen

Eine große Rolle spielte weiterhin der organisierte Meistersang zünftiger Handwerker. Helden- und Ritterromane waren weit verbreitet, aber auch Fabeln und Streitgespräche. Satirische Literatur, der Schwank, das Fastnachtsspiel, die Narrenliteratur, erfreute sich weiterhin großer Beliebtheit.


3. Autoren und Werke der Renaissance

Martin Luther (1483-1546) wurde durch Bibelübersetzungen und reformatorische Schriften zum Wegbereiter der neuhochdeutschen Schriftsprache. Luther prägte viele neue Wörter und Begriffe, wie beispielsweise Feuereifer, Lückenbüßer oder Mördergrube. Außerdem ist er verantwortliche für einige Redensarten, die wir heute noch gebrauchen, wie „seine Hände in Unschuld waschen“ und Sprichwörter wie „Unrecht Gut gedeiht nicht“.


Luther gilt als Schöpfer des evangelischen Kirchenlieds. Durch dieses ermöglichte er es den Bürgern aktiv am Gottesdienst teilzunehmen. Lieder von ihm, die auch heute immer noch gern und oft gesungen werden, sind zum Beispiel „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Vom Himmel hoch, da komm ich her.“


Wichtige Werke sind Von der Freiheit eines Christenmenschen, An den christlichen Adel deutscher Nation sowie seine Übersetzung des Neuen Testaments.


Ulrich von Hutten (1488- 1523), ein fränkischer Ritter, war der Wortführer des aktiv- politischen patriotischen Humanismus: Er bekämpfte das Papsttum und die römische Kirche. Er propagierte ein nationales geeintes Deutschland unter einem mächtigen Kaiser. Ein bekanntes Werk ist sein Gesprächsbüchlein.


Erasmus von Rotterdam (1469- 1536) war ein bedeutender niederländischer Humanist, der die Weisheit der Antike mit der Ethik des Christentums verbinden wollte. Er wollte mit tief verwurzeltem mittelalterlichen Aberglauben aufräumen. Dieses Anliegen drückt sich besonders in seiner Satire Lob der Torheit aus.


Weitere einflussreiche Vertreter waren


  • Thomas Murner (1475-1537)

  • Dante Alighieri (1265-1321) Göttliche Komödie

  • Giovanni Boccaccio (1313-1375) Il Decamerone

  • Francesco Petrarca (1304-1374)

  • Niccolò Machiavelli (1469-1527) Il Principe

  • Thomas Morus (1478-1535) Utopia

  • William Shakespeare (1564–1616)

4. Steckbrief Renaissance


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