•  
  • Flexible Terminabsprache
  • Keine Vertragsbindung
  • IT_Zert ISO 9001:2008
  •   
  • Kontakt





Übersicht Unterrichtsmaterial Deutsch


  Fach Klasse :   6 7 8 9 10 11 12 13
  Deutsch  
Interpretation von Prosatexten

Interpretation von Prosatexten

1. Grundlegendes

Einen Text können wir auf drei Ebenen untersuchen, die sich gegenseitig bedingen:


  • Inhalt: Was steht im Text?
  • Form: Wie sind der Textaufbau und die sprachliche Gestaltung des Textes?
  • Interpretation: Was könnte das Geschriebene bedeuten/wiederspiegeln?

Beachte:


Die Interpretation ist nicht von der Form des Textes und der Textanalyse zu trennen.


2. Aspekte der Interpretation

Folgende Aspekte können unter anderem die Interpretation beeinflussen:


  • gesellschaftliches Umfeld zur Entstehungszeit des Textes
  • kulturelles Umfeld zur Entstehungszeit des Textes
  • politisches und soziales Umfeld zur Entstehungszeit des Textes
  • das Geschlecht des Autors und/oder der handelnden Figuren
  • Form, Struktur, Merkmale eines bestimmten literarischen Genres oder einer Epoche
  • Persönlichkeit des Autors
  • Absicht des Autors
  • Erwartungen des Lesers an den Text
  • Wirkung des Textes auf den Leser

3. Interpretationsrelevante Textelemente

Folgende inhaltliche Textelemente sind für die Interpretation relevant:


  • Situation, Ort, Zeit
  • Personen, Personenkonstellation
  • Konflikt/ Problem
  • Dialoge
  • Handlungsstruktur: Haupthandlung/ Nebenhandlung, innere/ äußere Handlung
  • Hauptereignis
  • Stimmung/ Atmosphäre
  • gesellschaftliches Umfeld

Folgende formale Textelemente sind für die Interpretation relevant:


  • Überschrift, Thema
  • Aufbau: linear, Rückblende, Vorausdeutung, Zeitsprünge
  • Darstellungsperspektive
  • Sprechhaltung: Ironie? …
  • sprachliche Mittel, Bilder/ Vergleiche/ Symbole / …
  • Schlüsselwörter
  • Eingangssatz/ Schlusssatz
  • Ende: offen, geschlossen
  • Besondere Sprachformen

4. Interpretationsaufbau


Beim Aufbau einer Interpretation sollte man logisch vorgehen.


1. Einleitung: Angaben zu Autor/in und Titel; Erscheinungszeit, Genre, Inhalt (so kurz wie möglich)


(In dem Kriminalroman „…“ von … aus dem Jahr … geht es um …)


2. Hauptteil:


  • Inhaltsangabe

    Aufbau der Geschichte (Die Handlung setzt unvermittelt ein... / den Mittelteil der Geschichte bildet ein Gespräch... / ... Das offene Ende gibt einen Hinweis auf...)


  • Ort, Zeit, Milieu, Atmosphäre

    (Die Begegnung ereignete sich an einem grauen Wintertag in der Nähe des Armenhauses. Die ungemütliche Atmosphäre spiegelt die innere Verfassung des Jungen wieder.)


  • Personen/ Personenkonstellation

    (Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Verhältnis zwischen Vater und Sohn. Die Mutter ist offensichtlich gestorben. Das entnehme ich aus einem kurzen Rückblick „Vergiss nicht...“ (Zeile …). Auffällig sind die unterschiedlichen Redeanteile, die Appelle des Vaters, die Gedanken des Kindes, die Sehnsucht nach Wärme ...)


  • Erzählperspektive

    (Die Geschichte ist in der Ich- Perspektive geschrieben..., Die Frau sagt fast nichts, ihre Gedanken werden nur in inneren Monologen preisgegeben.)


  • Besonderheiten der Sprache

    (Die Verstörtheit des Sohnes wird durch sein Stottern verdeutlicht. Der Vater wiederum spricht einen starken Dialekt, was sein einfaches Gemüt zusätzlich unterstreicht und die Zugehörigkeit zu einer unteren Schicht andeutet.)


  • Thema, Bezug zum Titel des Textes

    (In der Kurzgeschichte wird dargestellt, wie sich zwei Menschen gegenseitig etwas vormachen. Wie bereits die Überschrift erahnen lässt, …)


3. Schluss: Je nach Aufgabenstellung wird der Schlussteil unterschiedlich gestaltet.


  • kurze Zusammenfassung

    (beispielsweise bei Gedichtinterpretationen)


  • kurze Bewertung des Textes

    (Ich finde die Geschichte glaubwürdig/ unglaubwürdig/ langweilig/ spannend … + Begründung)


  • eigene Meinung zum Thema

    (In dieser Situation hätte ich so oder so gehandelt… / Meiner Meinung nach …)


  • Bewertung des Textes in Bezug auf Genre/Zeit oder Werk des Autors

    (Dieses Gedicht ist typisch für die romantische Epoche, weil … / Goethe spiegelt in dieser späten Komödie den Zeitgeist wieder. Vor allem die Beschäftigung mit dem Thema …)


Impressum  |   Partner  |   Presse  |   Studentenjobs |   Weiterbildung |   Stellenangebote   |
Copyright © 2000-2014 KeepSchool