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Karteikarten
 
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Karteikarten


Der Einsatz eines Karteikastensystems bietet mehrere Vorteile – nicht nur für Sprachen:
  • Wörter bzw. Lerninhalte werden nicht nur einseitig abgefragt (Was heißt „Hausaufgabe“ auf Englisch? – was heißt „homework“ auf Deutsch? Oder „Wie lautet der Satz des Pythagoras?“ und andersherum „Für was steht die Formel a²+b²=c² ?“).
  • Man lernt nicht die Position einer bestimmten Formel oder eines bestimmten Wortes im Buch / Vokabelheft, sondern muss die Bedeutung auch ohne dieses Hilfsmittel wissen – wie in der Prüfung.
  • Durch das Vorrücken der Karteikarten lässt sich der Lernfortschritt genau erkennen.
  • Auch ältere Lerninhalte können in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Ein Karteikasten sollte mehrere Fächer aufweisen, um die Karten je nach Beherrschungsgrad der Lerninhalte einzuordnen. Dabei entspricht das I. Fach „Kann ich noch nicht“, das II. Fach „schon mal richtig beantwortet“, das III. Fach „schon öfters gewusst“ usw. bis zu „sitzt auswendig“. Auf Fremdsprachen bezogen geht aber auch beispielsweise „Vergangenheitsform nicht gewusst“ oder „richtig ausgesprochen, falsch geschrieben“. Wie genau man die Fächer benennt ist jedem selbst überlassen, eine Einteilung in vier bis sechs verschiedene Wissensstufen ist empfehlenswert.

Beim ersten Durchgang werden alle neuen beziehungsweise nicht beantworteten Karten in das I. Fach einsortiert, alle richt gewussten Karten „steigen auf“ ins II. Fach. Bei der nächsten Wiederholung läuft das Prinzip analog: Kann die Karte richtig beantwortet werden, rückt sie ins nächste Fach vor. Falls nicht, muss sie zurück ins I. Fach. Wird eine Karte mehrmals hintereinander richtig beantwortet, landet sie irgendwann im letzten Fach, das für souveräne Beherrschung steht. Sollte man eine Karte aus beispielsweise dem IV. Fach plötzlich falsch beantworten, obwohl man sie die letzten Male immer gewusst hatte, muss sie konsequent zurück ins I. Fach!

Allgemein gilt fürs Auswendiglernen: Üben, wiederholen, wiederholen, üben. Und das in regelmäßigen Abständen. Denn um Gelerntes im Langzeitgedächtnis abzuspeichern bedarf es mehrfacher Wiederholung und kontinuierlicher Auffrischung.

Tipps
  • Auch die Karten im letzten Fach ab und zu wiederholen, nach einigen Wochen wurde viel schon wieder vergessen.
  • Nicht zu viele Informationen auf eine Karte, komplexe Inhalte lieber auf mehrere Karten aufteilen.


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