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LERNSTÖRUNGENAllgemeine Informationen zu Lernstörungen Oft werden Lernstörungen von Eltern und Lehrern als mangelnde Lernbereitschaft abgetan. Dies setzt betroffene Schüler unter Druck und hat nicht selten eine Selbstwertminderung bis hin zum Selbstwertverlust zur Folge. Deswegen ist es sinnvoll möglichst früh auf eine Lernstörung zu testen. Zum einen können so Defizite, die aufgrund einer Lernstörung entstanden sind, leichter aufgearbeitet werden. Zum anderen wachsen die Lücken gar nicht erst so stark an, dass der Schüler völlig den Boden unter den Füßen verliert und ein negatives Verhältnis zu seinen eigenen Leistungen und zur Schule entwickelt. Wird eine Lernstörung diagnostiziert, tut es den Schülern gut in anderen Lebensbereichen Erfolgserlebnisse zu haben, zum Beispiel in Sport oder Musik. Während der Nachhilfe gilt es Misserfolge möglichst zu vermeiden oder zumindest nicht zur Tragödie hoch zu stilisieren. Stattdessen sollten die Stärken des Kindes betont und dessen Talente gefördert werden. Lernschwache Kinder haben oft nicht nur Probleme bei der Planung ihrer Lerneinheiten, sondern tun sich auch schwer dabei eigene Fehler zu erkennen. Beobachtet man die Lernprozesse dieser Schüler, scheinen die Einzelschritte meist unstrukturiert, ziellos und damit ineffektiv. In der Nachhilfe muss bei Kindern mit Lernstörungen also vermehrt auf Vorgehensweise und Arbeitsorganisation geachtet werden. Lernstörungen lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen. Zum einen kann unzureichendes oder unpassendes Lernen (Lernverhalten) zum Misserfolg führen. Zum anderen können Lernstörungen auch aufgrund mangelnder Informationsverarbeitung auftreten. In der Fachliteratur unterscheidet man zudem verschiedene Ausprägungen von Lernstörungen, wie etwa begrenzte oder allgemeine Lernstörungen. Bei ersteren zeigen sich Probleme in einzelnen Fächern, wohingegen in anderen Gebieten gute Leistungen erbracht werden. Bei allgemeinen Lernstörungen haben Schüler hingegen in allen Fächern und sogar in der Freizeit Schwierigkeiten mit ihren Klassenkameraden mitzuhalten. Eine weitere Einteilung erfolgt hinsichtlich des Zeitraums in dem die Lernstörung auftritt. Es wird unterschieden zwischen vorübergehenden und überdauernden Lernstörungen, wobei vorübergehende Beeinträchtigungen meist auf schwierige und belastende Lebensumstände zurückzuführen sind (zum Beispiel Scheidung der Eltern, Schulwechsel, Pubertät, Umzug, usw.) und sich von selbst wieder geben können. Kinder, die von überdauernden Lernstörungen betroffen sind, können leider nicht darauf hoffen, dass sich die Lernstörung von selbst wieder legt. Diese Lernschwächen verschlimmern sich sogar oft mit der Zeit und beeinträchtigen selbst das Sozialverhalten eines Schülers. Allgemein muss berücksichtigt werden, dass sich schulische Leistungen manchmal auch ohne Lernstörungen kurzfristig verbessern oder verschlechtern. Als Ursachen dafür könnten schlechter Unterricht, fehlende Möglichkeiten / Förderung oder auch kulturelle Faktoren gelten. Nicht hinter jeder Leistungsschwankung versteckt sich automatisch eine Lernstörung! Berücksichtigt werden müssen auch weitere Einflüsse aus der Umwelt des Schülers, wie möglicherweise mangelhafte Beschulung und Erziehung. Vor einer vorschnell diagnostizierten Lernstörung sollten zudem auch Seh- und Hörstörungen ausgeschlossen werden. Auswirkungen einer Lernstörung
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