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KONZENTRATIONEntgegen landläufiger Annahmen ist die Fähigkeit sich zu konzentrieren nicht angeboren, sondern trainierbar. Die Konzentrationsleistung des Gehirns ist vergleichbar mit einem Muskel: Bei regelmäßiger Beanspruchung wird dieser stärker ausgebildet und kann auch höher belastet werden. Nach demselben Prinzip lässt sich auch die eigene Konzentration steigern, denn durch kontinuierliches Training kann bereits vorhandenes Wissen leichter und schneller abgerufen und gleichzeitig Neugelerntes effektiver „abgespeichert“ werden. Bestimmte Übungen helfen neue Denkstrategien und -strukturen zu entwickeln. Mittels dieser neuen Denkstrukturen werden auch neue Verknüpfungen zwischen den vorhandenen Wissenseinheiten geschaffen und unser gesamtes Wissensnetz erweitert. So lassen sich sowohl unsere Konzentration, als auch unser Gedächtnis erheblich verbessern. Sich konzentrieren bedeutet, seine volle Aufmerksamkeit einer Sache, einer Aufgabe, einer Zielsetzung oder einer Person zu widmen. Wenn die Konzentration schwindet, schweifen die Gedanken ab und man beginnt, sich anderen Dingen zuzuwenden. Von all den Informationen, die unsere Sinnesorgane wahrnehmen, filtern wie diejenigen heraus, auf die der Fokus unserer Aufmerksamkeit gerichtet ist. Ist ein Schüler zum Beispiel sehr nervös weil er Angst hat etwas falsch zu machen, leidet darunter die Konzentration. Seine Hauptaufmerksamkeit wird sich, statt auf den fachlichen Inhalt, auf das Abwenden einer peinlichen Situation richten (wie beispielsweise bei einem Referat, wenn einem vor lauter Nervosität die Hälfte nicht mehr einfällt). Betont werden muss hierbei, dass nicht nur Kinder von Konzentrationsstörungen betroffen sind. Auch Erwachsene, die nervös und leicht reizbar sind, haben häufig Probleme ihre Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache zu richten. Andersherum wirkt sich eine positive Grundstimmung auch auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Fühlt man sich (emotional) schlecht, leidet darunter auch die Aufmerksamkeitsleistung. Aus diesem Grund sind Schüler, die durch soziale Probleme belastet sind, unter Schulstress und / oder Prüfungsangst leiden, weniger aufnahmefähig als emotional ausgeglichene, fröhliche Mitschüler. Es wird deutlich, dass nicht alle Aufmerksamkeitsschwierigkeiten gleich krankhaft sind (zu Aufmerksamkeitsstörungen siehe ADS / ADHS). Jeder Mensch wird heute einer mehr oder weniger aufreibenden Reizüberflutung ausgesetzt, die manchmal nicht hinreichend abgeblockt oder verarbeitet werden kann. Statt sich auf einzelne Punkte zu konzentrieren, versucht man oft mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Mit der Konsequenz, dass keiner der Aufgaben die vollständige Aufmerksamkeit gewidmet werden kann und man oft genauso lange braucht, als hätte man sich nacheinander mit den einzelnen Tätigkeiten beschäftigt. Viele Kinder werden kontinuierlich mit diesem hektischen Verhaltensmuster konfrontiert. Wenn nun Eltern, Lehrer oder andere Vorbilder ständig von einer Aufgabe zur anderen wechseln oder versuchen fünf Dinge parallel zu machen, erleben Kinder es bald als „normal“, dass man sich nicht länger als 15 Minuten auf eine Tätigkeit konzentriert. So ist es nicht verwunderlich, wenn sie selbst nicht die nötige Ruhe aufbringen können um sich zum Beispiel auf die Hausaufgaben zu konzentrieren. Der erste Schritt ist daher einem Schüler zu demonstrieren um wie viel effizienter man arbeitet, wenn man sich die erforderliche Zeit nimmt um sich voll und ganz einer Aufgabe zu widmen. <<< vorherige Seite nächste Seite >>> |


